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Achim Mohné
Fische, Krebse, Schalentiere und Erzeugnisse daraus
23. 1. bis 14. 2. 2010
Mediale Koch-Perfomance und Essen mit Fischen und Meeresfrüchten, Computer,
Printer, Kochwerkzeugen, Wein, Brot und gedecktem Tisch. Zubereitung und Verzehr
einer Fischsuppe unter Einbezug einer medialen Taxonomie der (gefährdeten)
Zutaten.
Die mediale Performance stellt das Kochen einer Fischsuppe unter digital visueller
Erfassung der Zutaten dar. Die Fische, Muscheln und Schalentiere werden zunächst
im Ganzen gescannt dann zerlegt, filetiert und zu köstlicher Fischsuppe
weiterverarbeitet. Gleichzeitig werden die im Computer erfassten Bilddaten
ausgedruckt und präsentiert. Das elektronische Zerlegen der Speisefische in digitale
Einzelpunkte findet parallel zum Filetieren der Fische statt.
Die unmittelbar folgende digitale Rekonfigurierung der Daten im Computer lässt
Bilder entstehen, die an barocke Stilleben erinnern.
Es werden 35 Meeresspezies gescannt und daraus jeweils ein Motiv im Format
40 x 60 cm erzeugt. Somit wird eine Taxonomie des Konsumgutes Fisch erstellt.
Viele Fischarten sind akut von Überfischung bedroht, der Bestand einige Arten ist auf
10 Prozent geschrumpft.
28. 1. 2010, 20.00 Uhr: Ein Gespräch mit begleitenden Videos zwischen dem
Biologen und Forensiker Dr. Mark Benecke und Achim Mohné. "Rigor mortis und
andere postmortale Veränderungen bei Fisch".
Für die Ausstellungszeit bleiben die Requisiten der Aktion erhalten. Der
Scanvorgang, das Abtasten der Fische durch das Scannerlicht, welches meist als ein
Durchleuchten der halbtransparenten Fische erscheint, werden als großformatige
Projektion gezeigt (Pressebild). Ein Dokumentationsvideo des Performanceabends
wird gezeigt.
Kurator: Klaus Osterwald.
Link: http://www.youtube.com/watch?v=vADw61Lw73U
Performance: Freitag 22. Januar, 19 Uhr
Neues Kunstforum Köln, Alteburger Wall 1, 50678 Köln
Ausstellung: 23. 1. bis 14. 2. 2010, Öffnungszeiten: DO – So 15.00 bis 18.00 Uhr

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Dianna Frid
skylight and spectra (Rauminstallation)
26. März - 9. Mai 2010
Mit der Ausstellung skylight and spectra reagiert Dianna Frid auf das in die Ausstellungshalle des neuen kunstforums einfallende Tageslicht: der 10 m hohe und 400
qm große Raum besitzt an der Nord- und Südseite jeweils eine Fensterfront vom Boden bis zur Decke, außerdem ein Dachfenster (skylight), das die gesamte
Länge des Gebäudes überspannt. An sonnigen Tagen durchquert das Licht den Innenraum des Gebäudes und hinterlässt flüchtige Inschriften
auf Seitenwänden und Bodenfliesen. Dianna Frids Projekt für das neue kunstforum macht sich dieses Licht zunutze und provoziert dessen physikalische Brechung
durch den Einsatz reflektierender Materialien auf dem Hallenboden. Darüber hinaus initiiert das Projekt thematische Verknüpfungen mit der Art und Weise, wie
Licht und andere Naturerscheinungen durch Bildmetaphorik und Diagramme beschrieben werden.
Eine Zeichnung breitet sich über einen weiten Bereich der Bodenfläche aus. Sie ist hergestellt aus einer Vielzahl reflektierender Farbstreifen, die locker
im Spektrum des Regenbogens, den Farben des sichtbaren Lichts, angeordnet sind. Dianna Frid bedient sich einer erweiterten Definition von Zeichnung, die der räumlichen
und materialbezogenen Qualität linearer Elemente Rechnung trägt. Das geregelte Maß der Bodenfliesen im Ausstellungsraum dient zur Strukturierung dieser
Zeichnung. Ineinander verwobene Linien, auf dieses vorhandene Raster aufgetragen, erzeugen auf dem Boden Muster, die sich zu Gebilden von Sternen und anderen Grundformen
anordnen. Abhängig vom Standpunkt des Betrachters können innerhalb des Musters und der Farbabstufungen der Bodenzeichnung unterschiedliche Formen wahrgenommen
werden. Zudem verändert sich die Arbeit durch die Bewegung des natürlichen Lichts im Verlauf des Tages und bei wechselnden Wetterverhältnissen. Zwei- und
dreidimensionale Objekte werden darüber hinaus in den Bodenbereich der Halle integriert oder an angrenzenden Wänden oder Fenstern platziert. Diese besetzen den
Ausstellungsraum des neuen kunstforums als ein konzeptionell anspielungsreiches Gehäuse, innerhalb dessen die Erscheinungsformen von Licht erforscht werden.
Dianna Frid wurde 1967 in Mexico City geboren. 1983 übersiedelte sie mit ihrer Familie nach Vancouver (Kanada). Zurzeit lebt sie in Chicago (USA) und unterrichtet
an der University of Illinois in Chicago (UIC). Frids Objekte und Bilder umfassen ein weites Spektrum von Dimensionen und Materialien. Ihre Arbeiten haben die intime Form
von Künstlerbüchern oder Collagen, oder sie treten auf als großformatige Skulpturen, Zeichnungen oder raumgreifende Environments.

Eines der zentralen Themen ihrer jüngsten Arbeiten ist die Beziehung zwischen Diagrammen, Mustern und Wörtern und den Gegenständen, die diese Diagramme,
Muster und Wörter darzustellen versuchen. Oft benutzt sie wiedererkennbare Schemata von Gebäuden, von architektonischen Komponenten oder von Naturphänomenen
als Ausgangspunkte, aus denen rekonfigurierte Objekte und Bilder hervorgehen. Frid gelangt zu diesen Rekonfigura-tionen, indem sie anscheinend disparate Bestandteile wie
Gips, Klebeband, Farbstifte, Stoff, Farbe, Folie, Pappe und Stickgarn miteinander kombiniert. Die so entstehenden Werke arbeiten mit der Spannung, die zwischen der
Integration und dem Aufeinanderprallen unterschiedlicher Materialien auftritt. Die skulpturalen Objekte und groß-formatigen Zeichnungen von Dianna Frid werden
in architektonischen Situationen präsentiert, die ein bestimmtes Reagieren oder Inszenieren herausfordern. Daher befassen ihre großen Installationen sich
mit den spezifischen Orten, die sie beherbergen, als Schauplätze für darin aufgeladene räumliche, materielle und objekthafte Beziehungen. Dies ist der
Fall bei skylight and spectra im neuen kunstforum in Köln - Dianna Frids erster Einzelausstellung in Deutschland.
Dianna Frid schreibt über ihre Arbeit:
I see my works as inquiries into the tensions that exist between the tools with which the world is described and the world that may exist in spite of these tools.
These tensions evoke other possible ways of encompassing things and images: ways that include the complexities of desire, contradiction, allegory, and attention
to form and sense experience.
» Pressetext
Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, 25. März 2010 um 19 Uhr statt mit einem Grußwort von
Barbara Foerster, Kulturamt der Stadt Köln, und einer Einführung der Kölner Kunsthistorikerin Sabine Müller.
Anlässlich der Finissage am Sonntag, 9. Mai 2010 um 12 Uhr wird die kanadische Tänzerin und Choreographin Gail Lotenberg eine eigens für diese Ausstellungssituation entwickelte Solotanz-Performance aufführen.
Zum Abschluss der Ausstellung erscheint eine limitierte Künstler-Publikation.
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