Neues kunstforum  
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16.01. -15.02. Ivo Weber, Uli Haarlammert - Güterzüge, Rauminstallation
 

17.04. - 14.06. Derek Tyman, Emma Rushdon: Flying Down to Moscow
 

23.08. - 06.09. 5 Jahre neues kunstforum, Videoinstallation
 

22.08. 14 – 20 Uhr offene Ateliers, ab 20 Uhr Eröffnung der Ausstellung, danach Jubiläumsparty
 

18.09. - 25.10. Mauro Folci - Ohn-/Machtspiele
 

07.11. – 20.12. Andreas Karl Schulze:
HAPPY HOLES HELP HIDING HUMBLE HOLLOWNESS (HOPEFULLY)
 

 

Andreas Karl Schulze
HAPPY HOLES HELP HIDING HUMBLE HOLLOWNESS (HOPEFULLY)
8. November - 20. Dezember 2009

"In seiner künstlerischen Haltung unbeirrt und präzise tritt Andreas Karl Schulze durch 5 x 5 cm große farbige Stoffquadrate in einen Dialog mit seiner Umgebung, wirft einen genauen Blick auf die Dinge und die Bedingungen ihres Umfelds. ... Wer so an die Arbeit, ihren Prozess, herangeht, begreift diese unsentimental und will mit ihr zu anderen Lösungen kommen. Bei Andreas Karl Schulze sind diese dennoch augenfällig und überraschend, aber eben auch formalisiert und dabei individuell. ... Solche Arbeiten ziehen nicht nur die Aufmerksamkeit auf sich selbst, sie halten in hohem Maß an der Umgebung fest und bewerkstelligen so den Transfer des Künstlerischen, wie sie auch das Nichtkünstlerische ins Zweckfreie überführen.

aus: Matthia Löbke, 5 x 5 - Vom Laborschrank zur Teezeremonie, Heilbronn 2002

Für seine Ausstellung im neuen kunstforum hat Andreas Karl Schulze (* 1955 in Rheydt, lebt in Köln) eine präzise auf die Architektur der Ausstellungshalle abgestimmte Malerei-Installation entwickelt, die trotz der Sparsamkeit der eingesetzten Mittel die Wahrnehmung des Raumes überraschend und nachhaltig beeinflussen wird.

Speziell zur Langen Nacht der Kölner Museen hat der Künstler vier Kölner Musiker zu einer Kooperation eingeladen:
HOLLOW TRAINS ist der Titel einer elektro-akustischen Jamsession mit C-Schulz & F.X.Randomiz (Electronics) und Waltraud Blischke & Frank Dommert (Plattenspieler). Korrespondierend und assoziativ erweitern Waltraud Blischke und Frank Dommert die aus Zugklängen generierte Komposition von C-Schulz und F.X.Randomiz mit Musik von CD und Schallplatte. In loser Abfolge übernehmen die Musiker und DJs (sonig / a-Musik) immer wieder das Thema HOLLOW TRAINS und erweitern es.

Ausstellungseröffnung: Samstag, 7. November 2009, 18 Uhr
Konzert HOLLOW TRAINS: Samstag, 7. November 2009, 19 - 2 Uhr; Einlass ab 19 Uhr mit dem Ticket für die Lange Nacht der Kölner Museen
Öffnungszeiten: Mi - So 15.00 - 18.00 Uhr
Kontakt: kuenstler@neues-kunstforum.com, Tel. 0221 - 34 44 00

Schulze Schulze Schulze
Fotos: Andreas Karl Schulze

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Presseinformation
Mauro Folci
Ohn-/Machtspiele
18. September – 25. Oktober 2009

Der Löwe, eines der kraftvollsten Lebewesen, sitzt mit einem Mensch an einem Tisch? Eine eigen-artige Verbindung von Mensch und Tier. In Mauro Folcis (1959*) Video-Installation "La Noia - Langeweile", die er erstmals im neuen kunstforum in Köln vom 18.09. – 25.10.2009 präsentiert, setzt er auf ungewöhnliche Art und Weise das Thema Langeweile in Gang. Mauro Folcis Denk-Installationen kreisen um die totale Ohnmacht und das Ringen um neue Energien und Ressourcen. So wird Kunst zu einem Versuchsund Spielfeld für Besucher und Künstler, Ängste und Lähmungen zu erkennen und aus scheinbarer Ohnmacht ungeahnte Kräfte zu entwickeln. Das neue kunstforum in Köln präsentiert nach fünf Jahren erfolgreicher Ausstellungsaktivität ein weiteres international renommiertes Projekt, das im Anschluss an die Kölner Ausstellung auch an der Universität Rom gezeigt wird.
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Folci

Mauro Folci gewinnt Premio Terna

Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,
mit seiner Ausstellung Ohn-/Machtspiele hat der römische Künstler und Professor für Performancekunst Mauro Folci im neuen kunstforum köln das Publikum herausgefordert.
Herausgefordert zu sehen, zu fühlen, zu zaudern, zu überlegen, zu genießen, seine eigene conditio humana neu zu be-greifen.

Mit seinem Bild des Löwen, der die Einladungskarte zur Ausstellung im neuen kunstforum ziert, hat er nun den anerkannten Premio Terna gewonnen.
http://www.premioterna.it/en/vincitori-t02

Das freut uns sehr und unterstreicht die Relevanz der Kölner Ausstellung. Seit gestern bis zum 20. November stellt Mauro Folci am Mlac - Museo Laboratorio di Arte Contemporanea in Rom sein Projekt Peggio tutta aus, das als Ergänzung zu Ohn-/Machtspiel entstanden ist. Ein preisgekröntes Konzept, das über Grenzen hinaus Menschen bewegt.

Ich/Wir freuen uns auf weitere spannende internationale Kunstprojekte und zahlreiche Besucherinnen und Besucher!
neues kunstforum e. V.
Katja Lambert, Kuratorin der Ausstellung Ohn-/Machtspiele

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Presseinformation
Rückblicke– 5 Jahre neues kunstforum
22. August – 06. September 2009

Am 22. August wird im neuen kunstforum am Alteburger Wall 1 mit einer Installation von ca. 25 Videomonitoren, auf denen Dokumentationen der einzelnen Ausstellungen gezeigt werden, das 5-jährige Jubiläum des Ausstellungsortes gefeiert. Viele Künstler werden dann von 14 – 20 Uhr ihre Ateliers zugänglich machen. Am Abend findet von 19 – 23 Uhr eine Party statt, zu der die Künstler des neuen kunstforums herzlich einladen. » Mehr Informationen

In dieser Zeit haben ausgestellt oder sind aufgetreten:
Charlotte Desaga, Thorsten Schneider, Anja Kirsch, Beate Bremer, Anna Maria van Thiel de Vries, Anne-Marie van den Thillaert, Ans Verdijk, Agata Siwek, Sigmund de Jong, Johannes S. Sistermanns, Christof Schläger, Mathias Mainz, Ronald de Ceuster, Anthony McCall, Frank Bölter, Opera Non Grata, Gudrun Barenbrock, Anna Schuster, Achim Zemann, Gregor König, Gregor Passens, Magdalena Drebber, Michael Wittassek, Ira Marom, Hans W. Koch, Peter Behrendsen, Editionale, Gerda Schlembach, Kanji Wakae, Koken Nomura, European Ceramic Workcentre, Ivo Weber, Ulli Haarlammert, Derek Tyman, Emma Rushton, Roland Schappert, Oliver Held, Gudrun Kemsa.

Flying down to Moscow

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Presseinformation
Flying down to Moscow
Rauminstallation von Emma Rushdon und Derek Tyman

Am Donnerstag, den 28. Mai 1987 sammelte sich eine Zuschauermenge um ein kleines Flugzeug, Registriernummer D-ECJB, das kurz zuvor auf dem Roten Platz in Moskau gelandet war. Mit ungläubigem Staunen registrierte sie, dass der 19jährige Bankpraktikant Mathias Rust aus der Bundesrepublik 560 Meilen von Helsinki ohne Genehmigung Sowjetgebiet überflogen hatte, um auf dem Roten Platz zu landen und vor den Mauern des Kremls auszurollen.
Als er vier Monate später vor dem Obersten Sowjetischen Gerichtshof stand, verteidigte Rust seinen Flug als Friedensmission um so den Generalsekretär der Sowjetischen Kommunistischen Partei, Michael Gorbatschow, zu treffen. Einige Jahre später würde er erklären: "Ich war an der Beziehung zwischen Ost und West interessiert, besonders am Treffen von Gorbatschow und Reagan in Reykjavik. Ich entdeckte, dass das Flugzeug ein Schlüssel zum Frieden war. Ich konnte es nutzen, um eine imaginäre Brücke zwischen dem Osten und dem Westen zu schlagen." (What happened next? Interview von Carl Wilkinson, 27. 10. 2002, The Observer, London)

Flying down to Moscow

Am Freitag, den 16. April 2009 wird die naturgetreue Nachbildung einer Cessna 172 im neuen kunstforum ausgestellt. Geschmückt mit der Registriernummer E-ECJB und einer Anzahl goldener Motive, die Rust selber entworfen und an dem geliehenen Flugzeug angebracht hatte, um Liberté, Egalité, Fraternité zu signalisieren, ist das Flugzeug ein Kunstwerk des Künstlerpaars Emma Rushdon und Derek Tyman aus Manchester in England. Die Maschine wurde Blech für Blech, Niete für Niete in Textilstoff übertragen und wird auf dem Boden der Ausstellungshalle ausgebreitet sein.
Rusts Flug ist noch immer Gegenstand zahlreicher kultureller Ausdrucksformen: nur Tage nach seinem Protest wurden hierzulande T-Shirts mit dem Foto von Rusts Flugzeug auf dem Roten Platz hergestellt und verkauft; später wurde seine Name in Polen für die feministische Gruppe "Mathias Rust-Kommando" benutzt; in einem Akt des Widerstands taufte der Estländische Präsident Lennart Meri seinen Hund auf den Namen "Mathias Rust". Es gab Fanclubs, Popsongs, Kunstwerke, Romane, Videospiele, Fahnen, Theaterstücke und Demonstrationen, die alle Rusts Flug in Erinnerung halten wollten. In ihrer Publikation "Flying down to Moscow" haben Rushdon und Tyman das alles dokumentiert und zu einem integralen Teil ihrer Installation im neuen kunstforum gemacht.
Die Arbeiten von Rushdon und Tyman beschäftigen sich häufig mit dem städtischen Raum, seiner Rolle in der öffentlichen Debatte und seiner Funktion als Arena öffentlicher Darstellung und Teilnahme. Als Rusts Maschine auf den Roten Platz brummte, drehte ein britischer Physiker, Robin Stott, Teilnehmer am siebten Weltkongress "International Physicians for the Prevention of Nuclear War", den Vorgang mit seiner Amateurkamera. Er drehte die Landung und danach Rust im Gespräch mit der Menge von Moskowitern die sich um das Flugzeug geschart hatten. Als Teil ihres Projekts werden die Künstler das Filmmaterial mit neuen Untertiteln in ganzer Länge zeigen.
Außerdem wird ein Film von einer "One-Man-Band" zu sehen sein, die Lieder zu Rusts Abenteuer zum Besten gibt. Obwohl er gleichzeitig heroisch und absurd erscheint, zielen die Künstler nicht auf eine unnötige Psychologisierung von Rusts Flug ab, sondern sie verstehen Ihre Arbeit als Teil der international immer weiter wachsenden Beschäftigung mit dem Ereignis.

Eröffnung: Donnerstag, 16. April 2009, 19 Uhr
Einführung: Jochen Heufelder
Kurator: Klaus Osterwald
Ausstellungsdauer: 17. April - 14. Juni 2009
Öffnungszeiten: Mi - So 15:00 - 18:00 Uhr

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Güterzüge
Rauminstallation von Ivo Weber und Ulrich Haarlammert

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16. Januar - 15. Februar 2009


Die Ausstellungshalle des neuen kunstforums steht auf Grund ihrer Masse und Dimensionen jeder ausgestellten Kunst im Wege. Sie dominiert jede ausgestellte Kunst mit ihrer unproportionierten Zweckarchitektur. So liegt der Schluss nahe, dass die Künstler Ivo Weber, Köln (www.ivo-weber.de) und Ulrich Haarlammert, Münster (www.gegenwarten.de) die Halle selbst zum Gegenstand ihrer Ausstellung machen. Vorhandene funktionslose Bauelemente werden zum Tragwerk einer schwebenden Rauminstallation umfunktioniert. So wird die ganze Architektur in die Arbeit einbezogen. Die Umgebung liefert dazu das Motiv und die Raumdimensionen das eigentliche Thema.
Projektbeschreibung: Vorhandene Fertigbetonbauteile werden so mit Seilen verbunden, dass auf einer Mittelachse in drei Metern Höhe ein 40 Meter langer Schienenstrang aufgehängt werden kann. Darauf verkehrt ein lorengroßer Modellzug. Reale Zuggeräusche setzen den Zug in Bewegung. Den Impuls dafür liefern die Geräusche von der in Sichtweite hinter dem Gebäude des neuen kunstforums gelegenen Bahnanlage. Deren Geräuschkulisse wird mittels Mikrofon und Lautsprecher permanent in den Ausstellungsraum übertragen. Während der lärmenden Vorbeifahrt fährt auch die Lorenbahn auf ihrer Lufttrasse über den Köpfen der Besucher so lange hin und her, bis die Geräuschkulisse abschwillt.

Über Fortgang und Ergebnis der Arbeit informiert ständig die Homepage www.gegenwarten.de

Ivo Weber und Ulrich Haarlammert

Eröffnung am 15. Januar, 19 Uhr
Kurator: Herm-Jörg Barner
Einführung: Dr. Winfried Gellner
Öffnungszeiten Mi - So, 15 - 18 Uhr
Einladung zur Finissage mit Katalogpräsentation:
Samstag, den 14. Februar 2009 um 19.00 Uhr

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