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Kanji Wakae
under the light of time
Installation

Unter dem Titel "under the light of time" zeigt Kanji Wakae (*1944 in Yokosuka, Japan) eine Rauminstallation, die der Künstler eigens für die 400 qm große
Ausstellungshalle des neuen kunstforums konzipiert. Die Installation besteht aus verschiedenen fotografischen Sequenzen sowie einem Enviroment aus Stahlobjekten,
welche zum Zyklus "under the light of time" gehören. Erstmals in Deutschland präsentiert der Künstler seine Fotoserie "Hirosima"
(deutsch: Hiroshima).

Bereits 1975 stellte Kanji Wakae seine Fotoarbeiten in Deutschland in der Galerie m, Bochum, aus und machte Bekanntschaft mit Joseph Beuys. Die Begegnung mit der
Kunst von Beuys führte für Kanji Wakae zur Entscheidung, mehrere Jahre in Deutschland zu verbringen. Er setzte sich ferner intensiv mit der Kunst Duchamps sowie
Georges Machiunas' auseinander; es folgten wichtige Ausstellungen 1975 im Kunsthaus Zürich und 1989 in der Kunsthalle Bielefeld sowie 1989 seine Teilnahme an der
20. Biennale Sao Paulo.

In seiner komplexen Installation "under the light of time", welche die ganze Ausstellungshalle des neuen kunstforums einbezieht, beschäftigt sich Kanji Wakae
mit den gesellschaftlichen Phänomenen unserer heutigen Zeit.

Eröffnung: Donnerstag, 13. März 2008, 19.00 Uhr,
mit einer Einführung von Prof. Klaus Honnef
Ausstellungsdauer: 14. März - 30. April 2008
Öffnungszeiten: Mi - So 14.00 - 18.00 Uhr
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Koken Nomura
Dem Baum entsprungen
Installation

Die Inszenierung, die Koken Nomura (*1948 in Takefu, Japan) speziell für den Ausstellungsraum im neuen kunstforum konzipierte,
besteht aus drei Komponenten: dem "Lyrik-Baum", der Wandinstallation "Tausend Sonnen" und den Fotografien "Bäume/Räume".
Eines der immer wiederkehrenden Themen der Arbeiten Koken Nomuras ist die Gefährdung der Natur oder, anders ausgedrückt,
die Harmonie zwischen Mensch und Natur.

Im Zentrum des Raums steht der "Lyrik-Baum" aus einem langen Pappelstamm. Er stammt von gefällten Bäumen einer Pappelallee im
Bergischen Land. Ein Symbol der Vergänglichkeit, durch Aushöhlung und Durchlöcherung, sowie mit Papierbahnen, die mit
zeitgenössischen oder Jahrhunderte alten Naturgedichten aus Deutschland und Japan beschriftet sind, verfremdet.

Der seit 1978 in Köln lebende Koken Nomura ist vor allem bekannt geworden durch seine verschiedenen "Tausend Sonnen"-
Installationen. Für die zahlreichen gefalteten Ringe wurde nur ausgedientes, zum Wegwerfen bestimmtes Papier verwendet, das in
"Tausend Sonnen" zu neuem Leben erwacht.
Die Installation im neuen kunstforum ist dem Thema entsprechend konzipiert.

Die Schwarzweiß-Fotografien wiederum zeigen die im Kölner Raum nur noch selten anzutreffenden großen, alten Bäume
in einer sehr japanischen Perspektive. Den Vordergrund bestimmen ein oder mehrere Baumstämme mit ihrer charakteristischen
Rindenstruktur. Durch eine Lücke oder seitlich sieht man weitere Bäume. Der ungewohnte Ausschnitt und der Licht- und
Schattenfall machen eine dichte Atmosphäre erlebbar, an der man normalerweise achtlos vorübergeht.

Alle drei Elemente sind "dem Baum entsprungen", eine künstlerische Symbiose aus Vergangenheit und Gegenwart im Raum.
Franziska Ehmcke

Eröffnung: Donnerstag, 15. Mai 2008, 19:00 Uhr
mit einer Einführung von Prof. Dr. Franziska Ehmcke
Ausstellungsdauer: 6. Mai - 29. Juni 2008
Neue Öffnungszeiten: Mi - So 15:00 - 18:00 Uhr
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Gerda Schlembach
frozen flow
Video-Rauminstallation

Die Vernetzung von Raum, Zeit, Gegenstand und Betrachter sind zentraler
Ausgangspunkt der Künstlerin Gerda Schlembach, das Grafische und
Rhythmische, das Organische und Konstruktive sind wesentliche Elemente
in ihrer künstlerischen Arbeit. In strenger Setzung entfalten ihre
multimedialen Ensembles eine poetische Anmutung im Raum. Sie setzt
Bezüge zu Strukturen des Wachstums und Naturereignissen. Das
Fließende und Flüchtige, Unschärfe und Brechung sind die visuellen
Ereignisse ihrer Installation. Aber ihr Interesse gilt vor allem dem
Verborgenen – den Dingen, die sich der Wahrnehmung entziehen.

Gerda Schlembachs Installation „frozen flow“, die sie für das
neue kunstforum konzipiert hat, bezieht sich zum einen auf die
Eigenschaften und Zustände des Materials Glas, zum anderen schlägt sie
zugleich eine Brücke zur menschlichen Existenz und ihrer Befindlichkeit.

Die Installation, bestehend aus drei Elementen, dem Glasberg, dem
ausgedehnten Feld aus geschichteten Glasblöcken und dem dunklen
Glashaus, steht in unmittelbarem Bezug zu den besonderen
architektonischen Bedingungen der Ausstellungshalle, deren lang
gestreckter Innenraum jeweils mit großen Glasfronten begrenzt und
gleichzeitig geöffnet ist.
Glas ist ein Material voller Widersprüche. Seine Eigenschaften, das Licht
zu brechen, stören unseren optischen Sinn, seine glatten Oberflächen und
gefährlichen Bruchkanten irritieren das Haptische.
Gerda Schlembach nutzt dieses Material, um die Ambivalenz zwischen
Faszination und Irritation, Festigkeit und Vergänglichkeit, Stillstand und
Bewegung auszuloten.

Sie interessiert sich zum einen für seine Eigenschaft des Fließens im
gebrochenen Zustand und zum anderen für seine instabile, amorphe
chemische Zusammensetzung. Das Fließen bezieht sich hier nicht nur auf
Glas als „gefrorene Flüssigkeit“, sondern es insistiert vielmehr auf der
Ungewissheit der Wahrnehmung.

Ausstellung vom 22. August – 17. September 2008
Eröffnung am Donnerstag, den 21. August 2008 um 19:00 Uhr
Einführung: Prof. Dr. Anna Zika, FH Bielefeld
Öffnungszeiten: Mi – So 15 – 18 Uhr
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Gastausstellung des European Ceramic Workcentre ´s-Hertogenbosch/NL
"Ceramics and Sound"

Vom 12. Juli - 9. August 2008 wird sich das .ekwc im neuen kunstforum in Köln mit der Ausstellung "Ceramics and Sound" vorstellen, die Eröffnung ist
am 11. Juli um 19 Uhr.

Die Ausstellung "Ceramics and Sound" zeigt Arbeiten von 5 Künstlern und
5 Designern, die sich in den letzten Jahren während eines Arbeitsaufenthaltes im European Ceramic Workcentre (.ekwc) diesem Thema gewidmet haben. Es werden
Klanginstallationen, keramische Plastiken, Videos und Entwürfe gezeigt, die sich mit der Herstellung, der Verstärkung und der Dämmung von Klängen,
sowie deren Visualisierung befassen.
Das .ekwc aus `s-Hertogenbosch in den Niederlanden ist bei Künstlern und Kunstakademien in den USA, Großbritannien, Japan, Korea und überhaupt in der
Welt bekannt und berühmt. In Deutschland kennt man es auch in Künstlerkreisen dagegen kaum. Dabei haben schon Künstler wie Tony Cragg, Amish Kapoor,
Norbert Prangenberg, Antony Gormley, Sigurdur Gudmundson, Thomas Schütte und viele andere dort gewirkt.

Das .ekwc ist eine 1992 gegründete fabrikähnliche Anlage mit Werkstätten und großzügigen Ateliers für 12 - 15 Künstler, Architekten
und Designer aus aller Welt. Sie bewerben sich dort für einen 3-monatigen Arbeitsaufenthalt bei dem sie ihre Ideen und Konzepte in allen Formen der Keramik
verwirklichen können. Dazu müssen sie nicht etwa Keramiker sein, denn es steht ihnen außer einem persönlichen Atelierraum und einer technischen
Ausrüstung auf dem letzten Stand auch ein Team von 10 technischen Beratern, zur Verfügung.

Entsprechend seinem Hauptanliegen - der Fortentwicklung der Keramik in Kunst, Design und Architektur- unternimmt das .ekwc unter anderem Experimente, die herausfinden
sollen, wie Keramik sich den unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen darstellt.
Das Zentrum will Künstler dazu ermutigen, sich für eine dreimonatige Arbeitsperiode zu bewerben, um mit neuen Anwendungsmethoden in der Keramik zu experimentieren.
Aber auch das .ekwc selber hat experimentelle Themen: in 2000 z.B. Visualität und Keramik und 2002 Keramik und Geschmackssinn. Untersuchungen mit dem Tast- und dem
Geruchssinn werden in den nächsten Jahren folgen. In der gegenwärtigen Ausstellung möchte das Zentrum den Bereich Ceramics and Sound mit den Resultaten der
Experimente einer Reihe von Künstlern und Designern präsentieren.
Es erscheint ein Katalog.

Eröffnung: Donnerstag, 11. Juli 2008, 19:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 12. Juli – 9. August 2008
Öffnungszeiten: Mi – So, 14 – 18 Uhr
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Die Gothaer Weltmaschine 2
von Oliver Held und Roland Schappert
Eine der besten und wirkungsvollsten Förderungen im Bereich der bildenden Kunst ist es, preisgünstigen Atelierraum zur Verfügung zu stellen. Die Diskrepanz zwischen den vielen in Deutschland lebenden und arbeitenden Kreativen und dem wenigen zur Verfügung stehenden Atelierraum ist groß, städtische Förderungen sind in Zeiten ständig leerer Kassen selten und gewähren nur zeitweise und punktuelle Besserungen der Situation. Da war es ein enormer Glücksfall, als 1992 das Kölner Kunstforum eröffnet werden konnte, ein speziell an den arbeits-technischen Bedürfnissen orientiertes Atelierhaus für zwanzig KünstlerInnen, die dort ohne zeitliche Befristung arbeiten und leben können.
Was bedeutet es, wenn Arbeit und Alltagsleben an einem Ort stattfindet, welche Vor- und Nachteile bietet diese besondere Situation? Und was bezeichnen künstlerische Arbeit und Lohnarbeit? Welche Bedeutung erfährt der architektonische Um-Raum, wenn eine die Ateliers verbindende Arena zugleich als Ausstellungsraum dient?
Oliver Held und Roland Schappert sind diesen Fragen nachgegangen. Dies geschah zunächst mit Befragungen der Atelierbewohner und führte schließlich zur künstlerischen Infragestellung einer modellhaften Situation: Wo stehen wir, wenn wir mit und für die Kunst leben wollen, wie verändert sich dieses Verhältnis im Laufe der Zeit, wie sehen unsere Projektionen und Wünsche aus?
Der Titel des Projekts im neuen kunstforum bezieht sich auf eine der letzten Ausstellungen, die hier stattfanden, als der Ort noch "Gothaer Kunstforum" hieß.

Für seine Arbeit "24 Stunden" entkoppelt Roland Schappert Bild und Ton, verschiebt, zerlegt und schichtet dokumentarisches Material, jongliert an den Grenzen zwischen Bild und Abbild und sucht schließlich den Dialog mit den Räumen: Lebensraum, Ausstellungsraum, Erfahrungsraum. Ausgestellt werden eine Soundskulptur und eine Fotokopie. Roland Schappert erhielt 2005 den Videonale-Preis im Kunstmuseum Bonn und ist seit 2007 Gastprofessor für Malerei und Medien an der HBK Braunschweig.

Oliver Held setzt sich mit den Begriffsfeldern Haus - Wohnen - Arbeiten auseinander und stellt diese schriftbildlich dar. Dazu lädt er die Bewohner zu einer Pantomime-Performance ein, die er filmerisch begleitet. Oliver Held lebt in Köln und ist seit 2000 Dozent im Bereich Filmgestaltung an der Uni Siegen. Er hat an über 80 Festivals teilgenommen, u.a. AFI-Festival L.A., Kurzfilmtage Oberhausen, Hamburger Filmfest. Screening auf dem Cannes Filmfestival und im Museum of Modern Art, New York. Letzte Ausstellungen in Köln 2008: Denoiser, artothek; Cookie (Gruppen-ausstellung art 2.0, 1. Preisträger)

Eröffnung: Samstag, 1. November 2008 um 18 Uhr mit einem Gespräch der beiden Künstler und Günther Gottschalk, Leiter des deutschen Versicherungsmuseums, Gotha, über die Entstehung des Kölner Kunstforums.
Begrüßung: Saskia Niehaus, Kuratorin
Zur Langen Nacht der Kölner Museen am 1.11. geöffnet von 19 - 3 Uhr; Künstlergespräche um 20:30 Uhr, 22 Uhr und 23:30 Uhr.
Ausstellungsdauer: 1. - 30. November 2008
Öffnungszeiten: Mi - So 15 - 18 Uhr
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Gudrun Kemsa - Video/Musikinstallation
Text als PDF » download
Eröffnung: 20.9.2008, 19.00 Uhr.
Es spricht Klaus Stenzel, Lippische Gesellschaft für Kunst, Detmold.
Öffnungszeiten: Di – So 16.00 – 22.00 Uhr

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