Ausstellungen
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Ausstellungsprogramm 2007

| 16.03. - 29.04. |
Gregor Passens: TRIUMPH
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16. März - 29. April 2007
Eröffnung: Donnerstag, 15. März, 19:00 Uhr
Galerie Thomas Zander und neues kunstforum
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| 04.11. - 24.11. |
"pong.de", Multimedia-Installation
Eröffnung am Samstag, 3. November 2007, 18.00 Uhr
ab 19.00 Uhr "Lange Nacht" der Kölner Museen
Ausstellung vom 4. – 24. November 2007, Mi – So 16 – 20 Uhr
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Veranstaltungen
| 29.04. |
Kultursonntag |
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Finissage Gregor Passens |
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KOGAKURE – meeting in between trees

Die Choreographin Yoshi Shibahara, die Videokünstlerinnen Tessa Knapp
und Echo Ho und die Klangkünstler Frank Schulte und Matthias Mainz
eröffnen am 10. Mai um 19:30 mit der Aufführung ihrer synästhetischen
Produktion Kogakure das Festivals tanz nrw 07 in der Studiobühne Köln.
Hierzu und zur öffentlichen Generalprobe im Neuen Kunstforum Köln am
Dienstag, dem 8. Mai ab 22:00 möchten wir Sie ganz herzlich einladen.

Yoshie Shibahara (D)
“KOGAKURE – meeting in between trees“
Yoshie Shibahara-Tanz; Matthias Mainz - Vierteltontrompete,
Elektronik; Frank Schulte - Analoge und Digitale Klangerzeuger,
Raumklangkonzeption; Tessa Knapp - Video, Bildregie
KOGAKURE – meeting in between trees
(jap.: poetischer Ausdruck für das Verschwimmen eines bildlichen
Gesamteindrucks durch die bewegten Schatten der Bäume). Ausgehend von
diesem Ausdruck aus der Dichtung des alten Japan verbindet die Kölner
Choreografin Yoshie Shibahara Videoprojektionen, Musik und Tanz zu
einem szenischen Gesamtkunstwerk: Eine poetische Symbiose, in der
Bewegung, Klang und Licht ineinander greifen, sich gegenseitig
beeinflussen und verändern, inspiriert von Abläufen in der Natur.
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Öffentliche Generalprobe
Dienstag, 8. Mai, ab 22:00
Neues Kunstforum Köln
www.neues-kunstforum.com
Alteburger Wall 1
50678 Köln
tanz nrw 07
Donnerstag, 10. Mai, 19:30
Studiobühne Köln
Universittsstraße 16a
50937 Köln
info@studiobuehne.eu
Tel: +49(0)221-470-4513
Fax: +49(0)221-470-5150
http://www.kogakure.kulturserver.de
http://www.neues-kunstforum.com
http://www.tanz-nrw-07.de
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Lichtungen
Anna Schuster - Achim Zeman

Installationen
Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zur Ausstellungseröffnung
am Donnerstag, 18. Januar, 19:00 Uhr
Begrüßung: Saskia Niehaus, Kuratorin
Einführung: Prof. Dr. Karin Stempel, Rektorin der Kunsthochschule Kassel


Ausstellungsdauer: 19.01. - 15.02.2007
Mi - So 15 - 19 Uhr
und nach Vereinbarung unter 0221-342978
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CHORDEOGRAPH
Gero Koenig

Konzert
Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zum Konzert
am Freitag, den 2. März 20:00 Uhr
Weitere Informationen unter www.chordeograph.de


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"Kann man auf Hasen warten?"
Magdalena Drebber

Magdalena Drebber geht in der Installation Erinnerungen ihrer Kindheit auf dem Lande nach. Sie begibt sich auf eine Suche nach Bildern und Phantasien,
die einst möglich waren. In diesen Bildern lauern Irritationen, die das Vertraute fremd werden lassen.
Fotografien setzt sie um in großformatige Bilder aus Steckperlen, die sie im Spielzeughandel erwirbt. Mit dieser Umsetzung wird die inhaltliche Irritation
noch einmal aufgegriffen und weitergeführt, es wird aber auch der Bogen gespannt zu einer Rückbesinnung auf handwerkliche häusliche Verfahren wie Teppichknüpfen
oder Sticken. In den Steckperlenbildern kommt es zu einer Verschmelzung hoher digitaler Technologie und handwerklicher Unermüdbarkeit in dem Medium des Kinderspielzeugs.
Die materielle Umsetzung schafft Berührungspunkte zur Malerei - zum Pointilismus und Impressionismus -, zur Fotografie als auch zur Skulptur und zur Objektkunst.

In der Ausstellung gesellen sich zu den Steckperlenbildern ein Diaprojektionen im Küchenunterschrank, Objekte und Fotografien, die sich alle dem Landleben widmen und
sich in einer Rauminstallation atmosphärisch verdichten. Sie bewegt sich im Wechselspiel von Materialität und Immaterialität, von Realität und Fiktion, von Erhabenheit
und Banalität, Spiel und Ernst, Vergangenheit und Gegenwart; von Sehnsucht und Verlust, von erlebten und nicht erlebten Erinnerungen.
Ihre inszenierten Blicke auf Natur, Mensch und Tier präsentieren sich als ein Bild des eigenen Umgangs mit Kunst.

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Michael Wittassek
gegen unendlich
Installation mit Fotografien

"Wie von unsichtbaren Kräften bewegt, liegen und treiben auf dem Boden der Ausstellungs- halle unzählige großformatige Fotografien. Sie stoßen gegeneinander,
schieben sich übereinander, um - wie von einem Hindernis gebremst - aufzubrechen. Ein riesiges Feld (wie auf dem Meer treibende Eisschollen), das sich scheinbar gegen
einen Horizont bewegt, der unerreichbar bleibt: gegen unendlich."
So beschreibt Michael Wittassek (*1958) die Idee zu seinem Ausstellungsprojekt im neuen kunstforum. Die Installation, die er eigens für die 400 qm große und 10 m
hohe Ausstellungshalle entwickelt hat, basiert auf Schwarzweiß-Fotografien eines "Faltenwurfs". Der weiche Stoff scheint sich mit seinen wundersam anschwellenden
Formen über den Hallenboden zu ergießen - jedoch wird dieser vermeintliche Fluss des verführerisch erscheinenden Materials vom Künstler auf vielfache Weise fragmentiert
und desillusioniert.
Die glänzenden Oberflächen der großformatigen Fotoabzüge reflektieren den Raum und schaffen so eine zweite, sich partiell mit den Bildfragmenten des Faltenwurfs
verbindende Bildebene. Doch bereits unterhalb dieser makellosen Foto-Oberflächen finden sich Momente der Irritation: wo wir zunächst glaubten, lediglich Fotografien
von "Stoff" zu sehen, entdecken wir nach und nach Verletzungen, Knicke, Risse oder Lichtreflexe, deren Entstehung offensichtlich auf einer weiteren Ebene
zwischen dem ursprünglich fotografierten Gegenstand und den gezeigten Fototafeln angesiedelt ist.

Michael Wittassek bearbeitet die kleinformatigen s/w-Abzüge, die er zunächst von seinen Motiven herstellt, manuell: er zerknittert, zerkratzt oder zerreißt ihre
Oberflächen, leuchtet sie aus und fotografiert sie dann er-neut, um diese Aufnahmen schließlich auf körperhohe Formate zu vergrößern. Die so entstehenden Fotoarbeiten
haben letztlich die Fotografie selber und die Zweifel an ihr zum Thema; das Foto wird - durchaus auch im materiellen Sinne - zum Gegenstand der künstlerischen Arbeit.
"Ähnlich einem wissenschaftlichen Experiment stellt Wittassek Fragen nach Wirklichkeit, Illusion und nach Authentizität. Dies ist insbesondere in Anbetracht der
Möglichkeit manueller und digitaler Eingriffe und Manipulationen in der Fotografie eine aktuelle und grundlegende Frage nach Realität und letztlich Wahrheit."
(Petra Oelschlägel)
Michael Wittassek stellt in seinen Installationen mit Fotografien die Wahrnehmung auf den Prüfstand. Der Betrachter bewegt sich verunsichert zwischen den verschiedenen
Ebenen von Wirklichkeit, zwischen Illusion und realem Raum; durch seine Bewegung und die Veränderung des Blickwinkels wird er direkt in dieses Wechselspiel einbezogen.
Mit seiner Installation gegen unendlich erreicht Michael Wittassek eine neue räumliche Dimension in seiner künstlerischen Arbeit. Die Ausstellungshalle des neuen
kunstforums mit ihren extremen Ausmaßen nimmt er als Herausforderung an, seine Bodenarbeit in einem Gesamtformat von ca. 7 x 30 m mit etwa
60 s/w-Fotografien von bis zu 200 x 120 cm Größe zu realisieren. Die sich hier bietende einzigartige Gelegenheit, von der Galerie der Ausstellungshalle die aus den Einzelfotos
zusammengesetzte Gesamtform des Faltenwurfes zu betrachten, ist Teil seines Ausstellungskonzepts: "Da die Falten auch von hier oben keinen Anfang und kein Ende vermitteln,
ist die Form ins Unendliche weiterzudenken."
Eröffnung: Donnerstag, 6. September 2007, 19.00 Uhr, mit einer Einführung von Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des Rheinischen LandesMuseums Bonn
Ausstellungsdauer: 7. September - 14. Oktober 2007
Öffnungszeiten: Mi - So 14.00 - 18.00 Uhr
Offene Ateliers im neuen kunstforum: 13. und 14. Oktober 2007, 14.00 - 20.00 Uhr
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Gregor Passens
TRIUMPH
Eröffnung: Donnerstag, 15. März 2007, 19 Uhr im Neuen Kunstforum
Einleitende Worte von Dr. Johan Frederik Hartle
Video: 6 min, 2006
Kunsttransportkiste: L 5,10 x B 4,50 x H 2,54 m (Sperrholz, Balken, Dachlatten)

Obwohl Gregor Passens (*1974) international (Paris, Sao Paolo, Buenos Aires und Köln) zuletzt vor allem seine Video-Arbeiten präsentiert hat, ist er ursprünglich Bildhauer.
In der Ausstellung "Triumph" steht eine bildhauerische Arbeit im Zentrum. Zu sehen ist ein begehbarer, liegender Triumphbogen, gebaut aus großen Holzplatten und Holzleisten.

Aufgrund seines Materials erinnert der liegende Triumphbogen an eine Transportkiste, die schräg in den Raum gesetzt ist, als ob sie nur für einen Augenblick geöffnet wurde. Provisorisch aufgebockt auf liegende Holzbalken, die wiederum Transporttechniken der alten Ägypter oder Wikinger assoziieren lassen, scheint die Kiste gerade noch transportiert worden zu sein.
Tatsächlich wird der Triumphbogen im Zusammenhang der Ausstellung zu einer geöffneten Schatzkiste, von der letztlich unklar bleibt, ob sie selbst Skulptur oder nur Hülle für ein anderes, eigentliches Kunstwerk ist. Im Inneren gibt sie nämlich den Blick auf eine Videoprojektion frei. Dass der Schatz, den die Kunstkiste enthält, selbst Bild, d.h. imaginär bleibt, ist kein Zufall. Die Ausstellung "Triumph" ist ein Wettlauf mit Hüllen und Oberflächen. Sie folgt dem hermeneutischen Vorbild der russischen Babuschka-Puppe und präsentiert einen Ausstellungsraum im Ausstellungsraum und einen Triumphbogen im Triumphbogen.

Das Video "Triumph", das im Innern der Skulptur gezeigt wird, arbeitet mit demselben Motiv. Es zeigt ein atmendes Objekt in der Salzwüste von Jujuy (Argentinien), gefertigt
aus dem Material einer Hüpfburg. Durch einen deutlich zu hörenden Motor entfaltet sich ein pechschwarzer Triumphbogen langsam zur Kenntlichkeit, bevor er mit dem Verschwinden
des Motorenlärms nach und nach wieder in sich zusammenfällt.
Von alters her definieren Triumphbögen einen symbolischen Ort und inkorporieren eine siegreiche Kultur. Als archetypische Form, die zugleich minimalistisch und
geschichtsreich ist, eröffnet der Triumphbogen einen spannungsreichen Spagat zwischen Verweisungsreichtum und Minimalismus.

Im Laufe seines noch jungen aber vielschichtigen Werks hat sich Gregor Passens mit ortsbezogenen Plastiken immer wieder auf monumentale Symbole konzentriert. Neben King Kong dienten u.a. die Minbar einer Moschee sowie eine massive Welle als Motive. Der Triumphbogen ist nun eine politische Monumentalmetapher, die auch eine kunstpolitische Interpretation erlaubt. Charakteristisch für den Künstler ist es, Räume zu besetzen und sich Öffentlichkeit anzueignen. Wie alle seine vorherigen Arbeiten hat auch der Triumphbogen einen subtilen ästhetisch-reflexiven Subtext.
Auffällig ist dabei, dass Passens' Triumphbögen ihren eigentlichen Zweck nicht oder nur für einen kurzen Augenblick erfüllen. Das Holzobjekt liegt und versperrt den Durchgang kategorisch, während der aufgeblasene Triumph schon bald in sich zusammenfällt. Den Sieg- und Glorreichen ist somit kaum Gelegenheit zum Einzug in den Olymp gegeben. Vor diesem Hintergrund erweist sich Gregor Passens als das glatte Gegenteil eines triumphalistischen Kraftprotzes. Eines der Geheimnisse, die sich in der Schatzkiste verstecken, ist folgendes: Ein Triumph erfordert meistens viel Kraft, er kommt und vergeht. Grund genug, bei allem Streben nach Erfolg auch cool zu bleiben.

Die Ausstellung ist bis 29. April 2007 im Neuen Kunstforum zu sehen.
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www.museumsnacht-koeln.de
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