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Opera Non Grata V03. für Gesang, elektronische Klänge und eine Treppe 

Opera Non Grata

Opera Non Grata



AUSSTELLUNG CHRISTOF SCHLÄGER  - OBJEKTE UNTER STROM

Christof Schläger

Christof Schläger

Christof Schläger

CHRISTOF SCHLÄGER
OBJEKTE UNTER STROM

Christof Schläger gestaltet und konstruiert Klangskulpturen von hohem ästhetischen Wert - surreal anmutende Maschinen, die exotische Klänge generieren - und stellt sie zu einem Orchester zusammen, das von ihm elektronisch dirigiert wird. Mit jeder seiner Klangskulptur schafft er eine einzigartige Raum-Klangatmosphäre, die er "Geräusch-Gestalten-Konzert" nennt und damit ihre Funktionalität und Individualität, ja Personifizierung zum Ausdruck bringt. Christof Schläger benutzt für seine grenzüberschreitenden Klanginstallationen alle ihm zur Verfügung stehenden Elemente der Akustik, Mechanik, Elektrik, Elektronik und Pneumatik, wobei ihm nicht nur ein absolviertes Ingenieurstudium hilft, sondern vor allem die eigene Experimentierlust, handwerkliche Fähigkeiten und geradezu geniale Problemlösungen, ein äußerst feines Gehör sowie ein offensichtlich nie verloren gegangener Spieltrieb. Das Geräusch ist das Material, das er gestaltet, sortiert, produziert, formt und versammelt. Schläger legt großen Wert darauf, dass die von seinen Objekten produzierten Töne zwar computergesteuert sind, aber mechanisch entstehen. Die mit großer Passion vom Künstler entworfenen und aus unzähligen mechanisch-elektrischen Einzelelementen zusammengesetzten Objekte oder Instrumente werden von Strom angetrieben und von einem dafür ausgelegten und programmierten Computernetzwerk inszeniert. Eine an das Netzwerk angeschlossene Tastatur ermöglicht dem Künstler den aktiven und interaktiven Zugriff auf einzelne Instrumente oder allen gleichzeitig. Auf diese Weise entsteht das "Geräusch-Gestalten-Orchester", in dem durch die Eingriffe des Künstlers nicht nur ein Konzert entsteht, sondern die eigenen Kompositionen interpretiert, dirigiert und variiert werden können. Christof Schläger will bei einer konzertanten Aufführung, die er "Electric Motion" nennt, die physikalische Existenz des Klangs gestalten, das Zusammenspiel der verschiedenen im Raum verteilten Objekte, die dann auf die spezielle Situation abgestimmt jeweils andersartige Klangräume entstehen lässt.

Vernissageabend am 05. November 2005
Eröffnung der Ausstellung, 18 Uhr
Begrüßung: Prof. Georg Quander, Kulturdezernent der Stadt Köln

Eröffnung zur Langen Nacht der Museen, 19 Uhr (19 - 03 Uhr)
1. Konzert, 20 Uhr, Electric Motion
2. Konzert, 24 Uhr, Electric Motion
Dauer der Ausstellung: 06. November - 27. November 2005


Konzept der Ausstellung

Die einzelnen bespielbaren Objekte für die Ausstellung haben so fantasievolle Namen wie Brauser, Whupi, V-Riller, Chromix, Type-Drum oder Kulong und werden nacheinander zum Tönen gebracht. Die einzelnen Töne setzten sich punktuell in Bewegung und beginnen ihr je eigenes Geräusch, "die Töne hüpfen durch den Raum wie Kiesel auf dem Wasser, durchlaufen ihn in Wellen und verbreiten sich in allen Richtungen". Die aktiven Elemente, die Christof Schläger zu einem "Geräuschtöner" zusammenbaut, sind neuwertige Geräte, die ursprünglich für andere Zwecke bestimmt waren. Türklingeln, Magnete für Waschmaschinen, Nähmaschinenmotoren, Signalhupen, Heizungsventile, Luftklappen, Servomotoren und einiges mehr. So spielt der "Geräuschtöner" Whupi mit der Anordnung der summenden Blechdosen auf den raumgreifenden Metallkonstruktionen. Auf den Armen, die bis zu 16 m Spannweite haben können, wandert der Klang auf und ab. Metallmembranen in kleinen Metalldosen werden in Schwingung versetzt. Der Schall wird beim Austritt durch die Länge der Plastikschläuche variiert.

Whupi    Whupi
Build in 1998
"eine Signalhupe war entnervend laut,
um sie zu dämpfen steckte ich einen
Gartenschlauch in die Öffnung"

Der Titel des internationalen Projektes "Electric Motion" lässt nicht nur Elektrizität und Bewegung erkennen, sondern verweist diskret aber deutlich auf die "E-Motion". Die Gesamtwirkung der "Geräusch-Gestalten" entfaltet sich mit der Ausdehnung, der Vielfalt und der Verteilung der Objekte im Raum. Für die Dauer der Ausstellung sind für die Besucher mehrere kleine Kompositionen vorbereitet, die sie selbst starten können. Die vorher still stehenden Objekte bewegen sich, erzeugen mechanische Klänge und Geräusche. Der Betrachter befindet sich in einem Klangraum.
Er wird Teil der Atmosphäre.

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Johannes S. Sistermanns - "was wird aus gott wenn ich tot bin" 

Siegmund de Jong

Die von dem Klangkünstler, Komponisten und Performer Johannes S. Sistermanns (geb. 1955 in Köln) selbst geprägten Bezeichnungen "raumhören", "Klangort" und "Klangplastik" sind Schlüsselbegriffe zum Verständnis seiner offenen Werk-Konzeptionen: das klangliche Potential von Räumen bzw. Orten auszuloten, d.h. ihre wahrgenommene architektonische, geologische, visuelle, soziale, klimatische, atmosphärische, akustische und spirituelle Gegebenheiten in musikalische Dimensionen zu überführen. Dieser ästhetische Ansatz gilt für nahezu alle seine Werke, dazu gehören Vokal- und Instrumentalkompositionen, Musiktheater- und Multimediaproduktionen, radiophone Hörstücke, Klanginstallationen und Musik-Performances. Die Begriffe "raumhören", "Klangort" sind zudem Werktitel: raumhören 2 (1992) - eine Klanginstallation für Piano, Lautsprecher, Steine, Saite, Akkordeon, der eine Live-Performance vorangeht -, raumhören 3 (1996) - radiophones Hörstück für zwei Telefonstimmen, Monochord, Stäbchen, Steine - und Klangort (1992/98) für achtstimmigen a-cappella-Chor, 24 Innenräume und einen öffentlichen Platz. In Anlehnung an Joseph Beuys´ plastischer Theorie, die Sistermanns, der u.a. bei Mauricio Kagel an der Kölner Musikhochschule studierte, sehr beeinflusst hat, bildete er den Begriff "KlangPlastik", da sich mit diesem die akustischen wie auch alle nichthörbaren Eigenschaften eines Raumes/Ortes treffend bezeichnen lassen. Zudem sucht Sistermanns in seinen Arbeiten, die ortsspezifischen Trägerwellen freizusetzen und die Resonanzen eines Raumes, den "Eigenton", zu stimulieren, um so die Wahrnehmung von - wie er selbst sagt - "integral mehrmedialen Raummomenten" zu ermöglichen. Seine Werktitel spiegeln diese ästhetische Konzeption von Raum/Ort, Resonanz und Wahrnehmung deutlich: Die Klangfrau (1983), Einen Weg gehen (1983), Paris, drinnen (1991/92), the moment of the room (1994), Stilles Stück für Wahrnehmende (1995), Der Resonanzmensch (1996), Lichtung (1997), 19.1 Rion Ma (1998), warming up of living rooms (1999/2000) und wie der raum vergeht (2000). Abgesehen vom jeweiligen Aufführungsort, den Sistermanns stets als eigenständigen Parameter begreift, verwendet er in seiner Kunst-Musik alles, was ihm akustisch tauglich erscheint: von üblichen und selbstgebauten Instrumenten über Naturmaterialien und Alltagsgegenstände bis hin zu (Auto-)Radios, Piezo-Membranen und elektronischen audiovisuellen Medien.

Stefan Fricke 7/2005

Eröffnung: Freitag, 2. September 2005, 19 Uhr
Dauer der Ausstellung: 3. September - 3. Oktober 2005, Mi. - So. 14 - 18 Uhr

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Siegmund de Jong


wall concepts sigmund de jong_ 2005 

Die Konzepte des niederländischen Malers Sigmund de Jong bedingen den Raum. In der Auseinandersetzung mit dem Bild immanenten Raum und der ihn umgebenden räumlichen Struktur schafft der Künstler immer wieder neue, einzigartige Arbeiten (wall concepts). In diesem Spannungsfeld entstehen Bild-findungen wie zugleich Raum-findungen, die durch Konkretheit und "Einfachheit", vor allem aber ihre Sensibilität brillieren. Dabei kennzeichnet de Jong´s Vorstellung von einem klar ersichtlichen und faßbaren Konzept seine künstlerische Arbeitsweise. Gezielte Ergebnisse werden in ihrer Konsequenz beständig reflektiert und systematisch wie kritisch analysiert. Mit geringen gestalterischen Mitteln findet er deutliche Strukturen als bildnerische Lösungen zur Sensibilisierung des Raumes. Anstelle klassischer Bildträger wie Leinwand, Holz, etc. dienen Materialien wie Aluminium und die direkte Wandoberfläche der Aufnahme von industriell gefertigter Farbe. Jede Arbeit ist einmalig, da sie in ihrer Ausführung auf die jeweilige räumliche Gegebenheit reagiert. Als Ergebnis tritt das Kunstwerk in einen ernsthaften, individuellen Dialog mit seiner Umgebung: der architektonischen Situation und dem Betrachter. Indes stellt die Erscheinung des Bildes, in einer spezifischen Situation, weniger einen Eingriff als viel mehr einen Zugriff auf den realen Raum dar.

(Brigitte Groth)

Dauer der Ausstellung: 28. April - 29. Mai 2005, Mi. - So., 14 - 18 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 28. April 2005 um 19 Uhr, Freitag und Samstag
Achtung verlängerte Öffnungszeiten:
Freitag, 29.04.2005, verlängerte Öffnungszeiten 18 - 22 Uhr und Samstag, den 30.04.2005, 18 -22 Uhr im Rahmen der Südstadteröffnung.

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"von Haus aus"
"von Haus aus"
"von Haus aus"
"von Haus aus" "von Haus aus" 

Ein Environment von Agata Siwek, Anna M van Thiel de Vries, Anne-Marie Van den Thillart und Ans Verdijk

Die erste Zusammenarbeit der vier Künstlerinnen fand 2003 in ´s Hertogenbosch/NL in einem großen, leer stehenden Bürohaus statt. Unter dem Titel "Under Construction" arbeiteten sie sechs Wochen lang täglich vor Ort und nutzten das Gebäude als "Baustelle", während die Besucher, eingeladen, am Entstehen der Installation teilzunehmen, ein und aus gehen konnten.

Der Katalog dieses Projekts ermutigte uns, die Gruppe für eine Rauminstallation ins NEUE KUNSTFORUM einzuladen. Diesmal kann das Publikum das "Holländische Haus" besuchen, ein Bauwerk, in welchem jede der Künstlerinnen einen eigenen Bereich belegt.

Anne-Marie van de Thillart (1942) baut riesige theatralische Installationen aus einer Unmenge von Objekten. Dabei verwendet sie häufig Gegenstände, die ihr von Außenstehenden dafür zur Verfügung gestellt wurden. Zudem arbeitet sie mit Video und Fotografie. In "von Haus aus" lässt sie sich vom Küchenbereich des "Holländischen Hauses" inspirieren.

Anna M van Thiel de Vries (1951) stellt ihre Figuren aus der Puppenstube zu bösen Szenen aus dem Horror des Alltäglichen auf, die sie später fotografiert.
Im "Holländischen Haus" will sie den Salon eines Patrizierhauses nachstellen. Hier zeigt sie als eine Art Bilder-Tagebuch (picture-diary) eine Ahnengalerie mit Frau Antje (the dutch way) im Zentrum.

Agata Siwek (1972) fand 2003 große Aufmerksamkeit mit Ihrem Projekt "Original Souvenirs of Auschwitz-Birkenau", in welchem sie auf sarkastische Weise die allmähliche Wandlung dieses Ortes in eine Touristenattraktion beobachtet hat. Sie wird im "Holländischen Haus" einen riesigen Kronleuchter konstruieren.

Ans Verdijk (1959) geht auf in barocker Ornamentik und ausuferndem Kitsch. Ihre, -wenn auch gebrochene-, Liebe gehört raffinierten Basteleien und kostbaren Nippes. Aus Schleifen und Knoten, Papierfetzen und unechten "Juwelen", Fotofragmenten und Weihnachtskarten stellt sie ihre Objekte zusammen. Im "Holländischen Haus" wird neben ihrem Wandteppich "Unravelling of the Congratulations" eine Kollektion ihrer Nippes ausgebreitet sein.

Die Ausstellung ist vom 1. bis 29. März 2005, Mi. - So., 14 - 18 Uhr geöffnet. Eröffnung: Samstag, 26. Februar 2005, 19 Uhr

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Kotodama - "Butoh-Tanz und Neue Musik" 

Butoh Tanz & Neue Musik
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